Flohsamen – Wirkung, Anwendung, Studien

flohsamen

Flohsamen (Psyllium semen) ist ein altbewährtes, natürliches Heilmittel mit zahlreichen gesundheitsfördernden Eigenschaften bei verschiedenen Beschwerdebildern. Sie werden seit Jahrhunderten in der Volksheilkunde, der ayurvedischen und der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt und wirken regulierend auf diverse Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und können die vier Faktoren des metabolischen Syndroms positiv beeinflussen: Senkung Cholesterin- und Blutzuckerspiegel, Blutdruck und Übergewicht. Flohsamen können hierzu problemlos über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Nebenwirkungen sind selten und bei richtiger Anwendung kaum zu befürchten. Sie sind kalorienarm, glutenfrei und annähernd geschmacksneutral.

Es sind im Handel zahlreiche Flohsamenprodukte erhältlich. Der Käufer hat die Wahl zwischen Flohsamen einiger europäischer Wegericharten wie z.B. Plantago afra, Plantago psyllium sowie dem Indischen Flohsamen von Plantago ovata. Flohsamen sind die ganzen Samenkörner mitsamt Samenschale. Die Samen können in Flüssigkeit eingerührt und vorgequollen eingenommen werden. Der eigentliche Wirkstoff der Flohsamen, ca. 10-30% Quell- bzw. Schleimstoffe, quellen im Kontakt mit Flüssigkeit auf und können so helfen, die Konsistenz des Stuhls zu regulieren. Die Schalen des Indischen Flohsamens haben den höchsten Gehalt der gesundheitsfördernden Quellstoffe. Zur Gewinnung der Flohsamenschalen werden die Samen maschinell zerbrochen und die Schalen mittels Windsichtung (durch ein Gebläse) von den schwereren Samenbestandteilen abgetrennt; zurück bleiben die leichteren Samenschalen.

Im Handel sind Flohsamen als ganze oder geschrotete Samen, Flohsamenschalen, Flohsamenschalenpulver und verschiedene Kombipräparate erhältlich, sodass für jede Anwendung das gewünschte Produkt zur Verfügung steht. Flohsamen-Kapseln enthalten in der Regel die zu feinem Pulver vermahlenen Schalen des Indischen Flohsamens Plantago ovata. Flohsamen und Flohsamenschalen schmecken fade, nur leicht süßlich und sind bedingt durch die Quellung schleimig. Wer diesen leichten Eigengeschmack oder die schleimige Konsistenz nicht mag, kann auf die geschmacksneutralen Kapseln zurückgreifen. Diese bieten noch weitere Vorteile: sie ermöglichen auch unterwegs jederzeit eine unkomplizierte Einnahme und gewährleisten dieebenfl stets gleichbleibende Dosierung. Flohsamenschalen können entweder auch in Flüssigkeit vorgequollen konsumiert werden oder z.B. über das Frühstücksmüsli oder die Suppe gestreut werden. Sie sind aber auch als Zutat beim Brotbacken insbesondere bei Zöliakie-Patienten sehr beliebt. Das Pulver lässt sich ebenfalls in die verschiedensten Flüssigkeiten einrühren, vom Wasser über Säfte bis hin zu Suppen.

Mit der Behandlung beginnt man in aller Regel einschleichend, indem man einen Teelöffel Flohsamen (entsprechend ca. 5 Gramm Samen) in 100 bis 250 mL Wasser vorquellen lässt und dann trinkt. Gleich im Anschluss sollten unbedingt noch 1 bis 2 Glas Wasser nachgetrunken werden. Die Tagesdosis kann so – entsprechend dem jeweiligen, persönlichen Bedarf - nach und nach auf 10 bis 40 Gramm Flohsamen gesteigert werden. Bei Verwendung von Flohsamenschalen ist die Tagesdosis aufgrund des weitaus höheren Quellvermögens entsprechend niedriger: hier sollte eine Tagesdosis von 4 bis maximal 20 Gramm angestrebt werden. Die genaue Dosierung richtig sich nach dem Beschwerdebild und der zu behandelnden Erkrankung. Man sollte sich daher vorsichtig und eventuell nach Rücksprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker an die passende Dosierung herantasten. Hierbei ist auch der durch die Magen-Darm-Passagezeit bedingte, verzögerte Wirkeintritt zu beachten: der Wirkeintritt erfolgt in aller Regel nach 12 bis 24 Stunden, der maximal mögliche Wirkeffekt ist meist erst nach 2 bis 3 Tagen zu erwarten. Auch die sehr hohe Wasserbindefähigkeit der in den Samenschalen enthaltenen Schleimstoffe ist zu beachten. Da die Samen um ein Vielfaches aufquellen, muss die tägliche Trinkmenge unbedingt angepasst werden. Beim Einkauf von Flohsamenprodukten sollten auf zertifizierte Bioprodukte achten. Diese sind frei von unerwünschten Verunreinigungen und stets gleichbleibender Qualität. Zur korrekten Einnahme beachten Sie bitte auch die Dosierungsangaben auf der Produktverpackung.

Wirkstoffe in Flohsamen und Flohsamenschalen

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Für die gesundheitsfördenden Wirkungen der Flohsamen sind in erster Linie Schleimstoffe verantwortlich. Plantago afra enthält ca. 10-12% Schleimstoffe. Diese Schleimstoffe sind ausschließlich in der Epidermis der Samenschale lokalisiert und enthalten als Hauptkomponenten die Monosaccharide Xylose und Arabinose sowie in geringerer Menge das Monosaccharid Rhamnose und den Ballaststoff Galacturonsäure. Rhamnose und Galacturonsäure kommen hierbei in den Seitenketten gebunden vor. Die Samen selbst enthalten ferner fettes Öl, Hemicellulose (Polysaccharide), Proteine, geringe Mengen Iridoidglykoside (u.a. Aucubin), Phenylpropanderivate (Isoacteosid, Acteosid), Flavonoide (u.a. Plantaovasid) und Alkaloide vom Boschniakin-Typ. Der Indische Flohsamen (Plantago ovata) enthält 20-30% Schleimstoffe. Diese bestehen beim Indischen Flohsamen aus einem weit verzweigten Arabinoxylan (Hemicellulose), das in den Seitenketten Galacturonsäure und Rhamnose gebunden hat. Die Samenkörner selbst enthalten außerdem ein fettes Öl, welches reich an Öl- und Linolsäure ist, sowie Proteine und kleinere Mengen Acteosid, Triterpene, Monoterpenalkaloide und ca. 0,21% Aucubin.

In Anwesenheit von Flüssigkeit quellen die Schleimstoffe auf und es bildet sich um die Samen herum eine Schleimschicht. Die ganzen Samen sind in der Lage, mindestens das Zehnfache ihres Eigengewichts an Flüssigkeit zu binden (Quellzahl >10). Die Samenschalen können sogar mehr als das Vierzigfache ihres Eigengewichts an Flüssigkeit aufnehmen (Quellzahl >40).

100 Gramm Flohsamen enthalten ungefähr 84 Gramm Ballaststoffe, 2.38 Gramm Eiweiß, 1.73 Gramm Kohlenhydrate, 0.55 Gramm Fett und lediglich 90KJ/21Kcal.

Die gesundheitlichen Effekte auf einen Blick

Flohsamen gegen Verstopfung

Heutzutage leiden viele Menschen an chronischer Obstipation (Verstopfung). Hiervon sind Frauen wesentlich häufiger betroffen als Männer. Verursacht wird die Verstopfung insbesondere durch Bewegungsmangel sowie die moderne, ballaststoffarme Ernährung. Hier können Flohsamen zur Linderung der Beschwerden beitragen. Flohsamen wirken hierbei sanft abführend (laxierend). Bedingt durch die Quellung der Schleimstoffe steigt das Stuhlvolumen und dadurch auch der Füllungsdruck auf die Darmwand. Die Darmperistaltik wird angeregt, der Stuhl schneller weiter transportiert und der Reflex zur Darmentleerung ausgelöst. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23326148

Flohsamen gegen Durchfall

Bei Durchfallerkrankungen kommt der antidiarrhoische Effekt der Flohsamen-Quellstoffe zum Tragen. Die Quellstoffe sind in der Lage große Mengen Wasser im Darm zu binden und bewirken so eine effektive Eindickung des Darminhalts und eine Verlängerung der Transitzeit im Dickdarm. Der Schleim wirkt schützend auf die Darmschleimhaut und bindet die bei Durchfallerkrankungen häufig gebildeten Bakterientoxine. https://www.ugb.de/exklusiv/fragen-service/wieso-wirkt-flohsamen-gegen-verstopfung-durchfall/?flohsamen-diarrhoe

Flohsamen und das metabolische Syndrom: Blutzucker, Cholesterin, Blutdruck, Übergewicht

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In Deutschland sind ca. 25% der Bevölkerung vom metabolischen Syndrom betroffen – mit steigender Tendenz und unbekannter Dunkelziffer. Die Erkrankung ist bei Frauen und Männern gleich häufig betroffen. Die Patienten sind meist über 60 Jahre alt, jedoch steigt die Zahl der Erkrankungen auch bei bei den unter 60-Jährigen stetig an, auch Kinder und Jugendliche sind immer häufiger betroffen. Zu den vier Hauptrisikofaktoren des metabolischen Syndroms (auch „tödliches Quartett“ genannt) gehören ein erhöhter Blutzuckerspiegel, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Übergewicht und Bluthochdruck. Über 7 Millionen Deutsche leiden an Diabetes, davon 90% an Diabetes Typ 2, an dessen Bildung neben genetischen Faktoren wiederum auch Übergewicht beteiligt ist. Von Bluthochdruck (Hypertonie) ist jeder zweite Erwachsene in Deutschland betroffen, von Übergewicht jeder Dritte. Flohsamen können auf diese vier Erkrankungen positive Effekte haben.

Flohsamen können den Blutzucker bei leicht einstellbaren Diabetikern senken. Durch die Flohsamen wird der Darminhalt zähflüssiger und die in ihm enthaltenen Kohlenhydrate werden nur verzögert aufgenommen. Dies gilt insbesondere für das Kohlenhydrat Glucose, wodurch Blutzuckerspitzen vermieden werden können. Auch die Insulinantwort wird verbessert. Psyllium kann außerdem sehr effektiv die Serum-Konzentration des Gesamt-Cholesterins sowie des LDL-Cholesterins senken, ohne jedoch die Konzentration des „guten“ HDL-Cholesterins zu beeinflussen. Cholesterin und Gallensäuren werden durch die aufgequollenen Schleimstoffe im Dünndarm gebunden und hierdurch die Wiederaufnahme im Darm verhindert; die Ausscheidung mit dem Stuhl wird durch diese Bindung damit automatisch erhöht. Epidemiologische Studien legen außerdem nahe, dass die unter anderem im Flohsamen enthaltenen wasserlöslichen Ballaststoffe das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen sowie Bluthochdruck senken können. Flohsamen können auch zur Gewichtsreduktion bei Übergewicht bzw. Adipositas hilfreich sein, da die Samen kalorienarmen Samen durch ihr ausgezeichnetes Quellvermögen zu einer guten und frühzeitigen Sättigung führen können. Das quälende Hungergefühl nimmt ab und der Patient nimmt automatisch weniger Nahrung zu sich. Diese positiven Effekte konnten unter anderem in Studien der School of Public Health (Perth, Australien) sowie des Department of Human Biology (Maastricht University, Niederlande) gezeigt werden.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22863407 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18302966 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21787454

Flohsamen in der Schwangerschaft, bei Hämorrhoiden und Analfissuren

Die Einnahme von Flohsamenprodukten ist auch hilfreich zur Regulierung der Stuhlkonsistenz in der Schwangerschaft, bei Analfissuren, Hämorrhoiden und nach rektal-analen Operationen. Der Stuhl wird durch die Quellstoffe weicher und somit weitaus gleitfähiger. Hierdurch können die häufig überaus schmerzhaften Stuhlgänge z.B. bei Hämorrhoiden und Fissuren vermieden werden. Die Lebensqualität der Patienten steigt erheblich.

Flohsamen bei Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

In Deutschland sind vom Reizdarmsyndrom schätzungsweise 10-20% der Bevölkerung betroffen, an Colitis ulcerosa 0,2% und an Morbus Crohn 0,015%. Hier können Flohsamen bei den schweren chronischen Durchfällen zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden führen, da die Schleimstoffe einen lindernden Effekt auf gereizte und entzündete Darmabschnitte haben. In einer 2009 im Britischen Ärzteblatt BMJ veröffentlichten Studie konnte gezeigt werden, dass Indischer Flohsamen weitaus besser in der Lage war, Symptome des Reizdarmsyndroms zu lindern, als zum Beispiel Leinsamen.
http://www.bmj.com/content/339/bmj.b3154

Flohsamen – auch für Tiere ein wertvolles Heilmittel

Flohsamen haben auch in der Tiermedizin haben Flohsamen seit langem einen festen Platz eingenommen. Flohsamenschalen sind von der Europäischen Union als Einzelfuttermittel für Tiere zugelassen. Sie werden zum Beispiel bei Hunden, Katzen und Pferden - wie auch beim Menschen – in erster Linie zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden, Verdauungsstörungen und zur Stuhlregulierung eingesetzt. Bei Pferden werden die Samen meist als Kur zur Verhinderung der gefürchteten und für das Tier lebensbedrohlichen Sandkoliken verwendet. Hierzu wird in der Regel zweimal jährlich eine vierwöchige Flohsamenkur durchgeführt, um den im Verdauungstrakt abgelagerten Sand zu entfernen und Verdauungsstörungen zu vermeiden. Die Flohsamen werden in aller Regel gut gefressen und sind für die Tiere sehr gut verträglich. Im Handel gibt es für jeden Verwendungszweck das geeignete Mittel. Auf der Verpackung sind die Dosierungs- und Zubereitungshinweise ausführlich beschrieben. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich am Besten an Ihrem Tierarzt. Achten Sie auch bei der Anwendung bei Ihrem Vierbeiner unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr!

Äußerliche Anwendung von Flohsamen

Flohsamen eignen sich auch hervorragend zur äußerlichen Anwendung bei Furunkeln, Abszessen sowie Verstauchungen, Verrenkungen und anderen stumpfen Verletzungen des Bewegungsapparates. Hierzu werden die Flohsamen in Form von Breiumschlägen verwendet. Für die Behandlung von Abszessen und Furunkeln werden die Samen in warmem Wasser eingeweicht. Zur Behandlung von Verrenkungen und Verstauchungen etc. werden die Samen hingegen in kaltem Wasser eingeweicht. Es sollte ein streichfähiger Brei entstehen, der auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen und mit einem Tuch abgedeckt wird. Man lässt den Brei eine bis mehrere Stunden einwirken. Breireste können ganz einfach mit Wasser entfernt werden. Der warme Brei weicht die entzündete Stelle auf, saugt überschüssige Gewebsflüssigkeit auf und fördert die Wundheilung. Der kalte Brei zur Behandlung von stumpfen Verletzungen leitet die Wärme aus dem verletzten Bereich ab und wirkt so kühlend. Auch hier nimmt der Brei Gewebsflüssigkeit auf, sodass Schwellungen schneller zurückgehen können.

Verträglichkeit und Gegenanzeigen

Die Verträglichkeit und die richtige Anwendung von Flohsamen und Flohsamenschalen

Flohsamen sind sehr gut verträglich und bei richtiger Anwendung sind Nebenwirkungen vergleichsweise selten. Häufig lassen sich diese durch die richtige Anwendung – insbesondere die Sicherstellung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr - vermeiden.

Insbesondere zu Beginn der Behandlung treten in seltenen Fällen Völlegefühl und Druckgefühle im Magen-Darmtrakt, Blähungen oder auch leichte Verdauungsstörungen auf. Diese Nebenwirkungen sind meist harmlos und verschwinden nach ein paar Tagen und einer gewissen Gewöhnung meist von selbst. Sehr selten sind auch allergische Reaktionen möglich: Schnupfen, Bronchialkrämpfe, Bindehautentzündung sowie Hautreaktionen. Dies ist häufig bei Verwendung von Flohsamenpulver der Fall, da hier möglicherweise die feinen Stäube eingeatmet werden oder auf die Haut gelangen. In diesen Fällen kann meist durch Verwendung ganzer Schalen, Samenpulver oder Kapseln Abhilfe geschaffen werden. Auch die Einnahme speziell gereinigter Flohsamenschalen, bei denen bestimmte Proteine entfernt wurden, können helfen, allergische Reaktionen zu vermeiden. Nehmen Sie Flohsamen nicht im Liegen oder abends vor dem Schlafengehen ein. Der Flohsamen beziehungsweise die Flohsamenschalen könnten in der Speiseröhre aufquellen und dadurch die Atmung behindert werden. Falls es nach der Einnahme zu Schluckbeschwerden, Schmerzen im Brustbereich, Beklemmungsgefühlen oder Atemnot kommen sollte, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen, da Erstickungsgefahr bestehen könnte! Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind bislang nicht bekannt.

Gegenanzeigen – wann Flohsamen nicht verwendet werden sollte

Bei einigen Krankheitsbildern sollten Sie auf die Einnahme von Flohsamenprodukten verzichten. Im Zweifelsfall befragen Sie hierzu auch Ihren Hausarzt oder Facharzt. Wenden Sie Flohsamen nicht an bei Verengungen der Speiseröhre oder der Verdauungswege, Darmverschluss, Unterbauchbeschwerden ungeklärter Ursache, Übelkeit und Erbrechen, rektalen Blutungen, Megakolon oder einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Flohsamen. Ebenfalls nicht eingenommen werden sollten Flohsamen von schlecht einstellbaren, insulinpflichtigen Diabetikern, Kindern unter 12 Jahren sowie von Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen ihre tägliche Trinkmenge bzw. ihre Gesamtflüssigkeitsaufnahme einschränken müssen. Dies kann zum Beispiel bei bestimmten Funktionsstörungen von Herz und Nieren der Fall sein. Auf die Einnahme verzichtet werden sollte auch bei der gleichzeitigen Einnahme von anderen Quellmitteln und bestimmten Medikamenten: Cumarinderivaten (Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung), darmmotilitätshemmenden Durchfall- oder Schmerzmitteln (z.B. Loperamid, Opioide), Lithium- und Eisenpräparaten aufgrund der verminderten Wirkstoffaufnahme während der Flohsamenbehandlung.

Hintergrundwissen zu Flohsamen

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Flohsamen nennt man die Samenkörner einiger Pflanzen aus der Gattung der Wegeriche (Plantago) in der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Diese Wegeriche sind unter anderem mit dem bei uns heimischen Spitzwegerich verwandt. Den Namen „Flohsamen“ erhielten die Samen aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Flöhen. Plantago psyllium (auch: Plantago afra oder Flohsamen-Wegerich) und P. indica (auch: P. arenaria oder Sand-Wegerich) kommen im südlichen Europa, in Nord-Ost-Afrika, im westlichen Sibirien und in Kleinasien wild vor. Zur Gewinnung der Samen werden die Pflanzen in Spanien und Südfrankreich kommerziell angebaut. Die Samen (Kapselfrüchte) sind dunkelbraun bis schwarzbraun, glänzend und länglich-elliptisch bis länglich-eiförmig. Sie sind 2-3 mm lang, 0,7-1,5 mm breit und unbehaart. An der Bauchseite sind die Samen in Längsrichtung gefurcht mit einem hellen, kreisförmigen und häutigen Fleck. Die Pflanze kann bis zu 50 cm groß werden und wächst buschig und abstehend bis aufrecht verzweigt. Der Stängel ist locker drüsig behaart, die gegenständigen Blätter sind lanzettlich, dünn und flach sowie dreinervig. Sie werden 3-4 mm breit und 6-8 mm lang. Die Blütezeit ist von Juni bis September, die zahlreichen und dichten Blüten stehen hierbei in lang-gestielten Ähren in den oberen Blattachseln. In jeder Fruchtkapsel sind zwei Samen enthalten. Plantago ovata (auch: Plantago ispaghula, Indischer Flohsamen, blonder Flohsamen, Indischer Wegerich) ist eine krautige, meist einjährige Pflanze, die je nach Standort und Wachstumsbedingungen eine Höhe von 2 bis 10 Zentimetern erreichen kann. Aus der Grundrosette wachsen spitze und dicht wollig-behaarte Blätter, die 2 bis 10 cm lang und zwischen 1-5 mm (oder je nach verfügbarem Wasser auch bis zu 10 mm) breit werden können. Die Blütezeit erstreckt sich von Januar bis April. In den Ähren bilden sich die im Gegensatz zum herkömmlichen Flohsamen von Plantago psyllium etwas größeren (1,5 bis 3,5mm lang) Samen. Diese sind farblich stark variierend von hell- bis graubrauner, blassrosa oder rötlichgelber Färbung. Man nennt den Indischen Flohsamen auch „blonden Psyllium“. An der Bauchseite sind die ovalen oder schiffchenförmigen Samen ebenfalls längs gefurcht mit einer deutlich sichtbarer „Abrissstelle“. Der Indische Flohsamen ist ursprünglich in den Wüstengebieten Nordafrikas und Südwestasien beheimatet. Inzwischen ist er auch unter anderem auch in Zentral-, Süd-, und Ost-Asien sowie in Australien eingebürgert. Für den Export wird der Indische Flohsamen hauptsächlich in Indien und Pakistan angebaut.


Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.
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