Krillöl – Effektiver Schutz für den Orgamismus

Krillöl

Aus in der Antarktis gefangenem Krill (Kleinkrebse) lässt sich ein besonders hochwertiges Krillöl gewinnen, das sich durch seinen extrem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und an sehr effektiv wirkenden Antioxidantien auszeichnet. Die positive Wirkung ist inzwischen durch wissenschaftliche Studien belegt und ist für den menschlichen Organismus eine ungemeine Bereicherung.

Was ist Krill?

In den sehr sauberen Meeresgebieten rund um die Antarktis leben unzählige kleine Arthropoden (Krebstiere), die sich dort von Phytoplankton (pflanzlichem Plankton) ernähren. Der wissenschaftliche Name der dabei am häufigsten in diesem Zooplankton vorkommenden Krebstiere lautet Euphausia superba. Die garnelenähnlichen Einzeltiere dieser Art sind maximal sechs Zentimeter lang und leben in großen, teils kilometerlangen Schwärmen. Diese Massenvorkommen machen eine Krillfischerei überhaupt erst möglich.

Die Anwendungsgebiete von Krillöl

Die Anwendung eines krillöl-basierten Nahrungsergänzungsmittels kann zahlreiche körperliche Prozesse beim Menschen positiv beeinflussen: Herz- und Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose), den Fettstoffwechsel (Cholesterin- und Triglyceridstoffwerte), Krankheitsbilder im Zusammenhang mit oxidativem Zellstress (Mikroentzündungen, chronische Entzündungen im Magen-Darmbereich),Gelenkbeschwerden durch Verschleiß (Arthrose, Arthritis) oder aus dem rheumatischen Formenkreis, Gewichtsreduktionsdiäten, prämenstruelle Beschwerden (PMS), Menstruationsstörungen sowie neurophysiologische Symptome (ADS, ADHS). Eine Vielzahl von Beschwerdebildern bis hin zu allgemeinen Altersbeschwerden lassen sich durch dessen Einnahme ebenfalls nachhaltig und deutlich bessern.

Krillöl wird am häufigsten eingesetzt gegen einen Formenkreis von Krankheiten, der im Zusammenhang steht mit zu hoher Zufuhr von Omega-6-Fettsäuren infolge einer Ernährung mit einem zu großen Anteil an Fleisch, Eiern, Milch- und Getreideprodukten (vor allem aus Weizenmehl). Das ungünstige Verhältnis von zu viel Omega-6-Fettsäuren gegenüber zu wenig Omega-3-Fettsäuren führt dabei zum Entstehen zahlreicher (Mikro-)Entzündungsherde überall im Körper.

Krillöl

Begünstigt werden die damit zusammenhängenden Krankheitsbilder nicht nur durch das schlechte Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren, sondern auch durch die Begleitumstände sogenannter moderner Lebensführung wie Stress, Bewegungsmangel, Übergewicht, Belastung von Organismen durch die Aufnahme verschiedener Giftstoffe wie Koffein, Nikotin, Alkohol, Arzneimittel oder Umweltgifte und durch hohe Belastung der Haut über UV-Strahlen. Die Einnahme von Krillöl als Nahrungsergänzungsmittel verhindert das Entstehen von (Mikro-)Entzündungsherden beziehungsweise lässt bestehende Entzündungen abklingen. Folgende Krankheitsbilder können durch die Einnahme von Krillöl erfolgreich behandelt werden:

Weitere Anwendungsgebiete

Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhoe) und PMS (Prämenstruelles Syndrom): Rund um das weibliche Zyklusgeschehen gibt es zahlreiche Beschwerden, die Frauen extrem belasten können. Dazu zählen Leiden mit physischen Symptomen (Unterleibskrämpfe, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Hautprobleme, extrem starke Blutungen, Blähungen, Verdauungsstörungen, Müdigkeit, schmerzhaftes Spannungsgefühl in den Brüsten) ebenso wie solche mit psychischen Merkmalen (Gereiztheit, Nervosität, Schlaflosigkeit, Angstzustände). Krillöl findet erfolgreich Anwendung zur Therapie der vielfältigen Beschwerden.

Bekämpfung von Übergewicht: Krillöl greift in das Hormonsystem ein, das beim Menschen unter anderem für die Steuerung des Essverhaltens verantwortlich ist, indem es das Hungergefühl beeinflusst. Krillöl hilft daher effektiv beim Abnehmen und findet Anwendung in der Unterstützung von Diäten.

zu hohe Cholesterinwerte, vor allem LDL-Cholesterin: Störungen im Fettstoffwechsel finden oft in zu hohen Cholesterin- und Triglyceridwerten ihren Ausdruck. Die Einnahme von Krillöl sorgt für eine Normalisierung schlechter Blutfettwerte.

ADS, ADHS: Die Anwendung von Krillöl bezieht sich auch auf neurophysiologisch-pathologische Bereiche. Die Einnahme von Krillöl hat sich unter anderem nachweislich bewährt bei Kindern, die unter ADS oder ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) leiden. Die positive Wirkung des Krillöls beruht dabei auf der Verbesserung der Funktionsweise des gesamten Nervensystems, da der Einbau der Phospholipide in die Zellwände der Nervenzellen deren Stoffwechsel und damit auch deren Kommunikation optimiert, vor allem im Gehirn, wo die Zellwände sehr reich an Phospholipiden sind.

Verlangsamung allgemeiner Alterungsprozesse: Da Krillöl den Körper entlastet, indem Mikroentzündungen eingedämmt beziehungsweise verhindert werden und durch seine extrem gute Bioverfügbarkeit der Antioxidantien wie Astaxanthin eine optimale Zellversorgung gewährleistet, bremst es ganz allgemein Alternsvorgänge im Körper. Beispielsweise die Haut ist durch aggressive UV-Strahlen oft einem hohen oxidativen Stress ausgesetzt, der durch Krillöl gemildert werden kann.

Krillöl im Vergleich zu Fischöl

Die Anwendungsgebiete für Krillöl stehen in Zusammenhang mit der positiven Wirkung, die sein hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und an starken Antioxidantien mit sich bringt.

Gegenüber Omega-3-reichem Fischöl hat Krillöl jedoch entscheidende Vorteile: Sein Omega-3-Gehalt ist deutlich höher als im Fischöl. Vor allem aber sind bei Krillöl die wertvollen Omega-3-Fetsäuren an Phospholipide gebunden und nicht wie im Fischöl an Triglyceride. Die Bindung der Omega-3-Fettsäuren an Phospholipide macht Krillöl ausgezeichnet bioverfügbar, das heißt, menschliche oder tierische Organismen können es wesentlich besser aufnehmen als aus Fischöl, da ihre Zellmembranen (Zellwände) ebenfalls aus Phospoholipiden aufgebaut sind. Deshalb ist ein Einbau der phospholipidgebundenen Omega 3-Fettsäuren des Krillöls in die Zellwände im Organismus leicht und damit auch die Einschleusung der Omega-3-Fettsären ins Innere der Zelle, wo es schließlich verwertet werden kann.

Was dem Fischöl völlig fehlt, ist der hohe Anteil an Antioxidantien (Radikalfänger), der beim Krill durch die Ernährung aus pflanzlichem Plankton entsteht.)

Welche Inhaltsstoffe enthält Krillöl?

Je nach Hersteller von Krillölprodukten variiert der Gehalt an Krillöl pro Dragee, das in der Regel in Kapseln eingenommen wird. Außerdem werden in den unterschiedlichen Produkten auch verschiedene Hilfsstoffe verwendet. Die medizinisch relevanten Bestandteile von Krillöl selbst sind folgende:

Phospholipid-Omega-3-Komplex 40%, davon Omega-3 Fettsäuren 30%, davon EPA (Eicosapenthaensäure) 15% und DHA (Docosahexansäure) 9%: Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in dem idealen Verhältnis von 15: 1 zu den Omega-6-Fettsäuren ist verantwortlich für die zahlreichen positiven medizinischen Effekte zur Bekämpfung der unterschiedlichen oben genannten Krankheitsbilder. EPA und DHA reduzieren entzündungsfördernde Botenstoffe im Körper.

Die Bindung der Omega-3-Fettsäuren des Krillöls an Phospholipide garantiert die hohe Bioverfügbarkeit von EPA und DHA für Organismen. Die mit dem Krillöl aufgenommenen Phospholipide, die ja in die Zellwänden tierischer Organismen integriert werden, sorgen dort für eine effektive Vernetzung und einen ungehinderten Austausch zwischen den Zellen. Das hat einerseits positive Auswirkungen auf den Zellstoffwechsel (Einfuhr von benötigten Substanzen, ungehinderte Ausfuhr von Schlackenstoffen), andererseits profitiert das gesamte Nervensystem von der ungestörten Kommunikation der Nervenzellen, wodurch die neurophysiologisch positiven Wirkungen auf ADS, ADHS, ganz allgemein das Gedächtnis, die Psyche oder sogar Lernkompetenz, Gedächtnisleistung oder Alzheimer zurückzuführen sind.

Omega-6 Fettsäuren 2%: bauen die Zellmembranen auf und halten diese flexibel

Ölsäure 3%: herzschützende, weil blutdrucksenkende Wirkung

Astaxanthin 0,15%: Astaxanthin zählt zu den Antioxidantien, also jenen Radikalfängern, die den sogenannten oxidativen Stress für Zellen durch das chemische Unschädlichmachen freier Radikale verhindern. Solche Antioxidantien gibt es reichlich in Krillöl in Form von Vitaminen und Carotinoiden. Sie verhindern auch das sogenannte Ranzigwerden, also die Oxidation, die bei Fischöl immer schnell auftritt und für dessen unangenehmen Nachgeschmack sorgt. Bei Astaxanthin handelt es sich um eine besonders wichtige Substanz, die die Zellen schützt und die in der Anti-Aging Forschung erfolgreich getestet wurde. Die antioxidative Wirkung von Astaxanthin ist 6.000 Mal stärker als die von Vitamin C und 550-fach stärker als jene von Vitamin E.

Krillöl

Studien zu Krillöl in seiner medizinischen Verwendung

Stiftung Warentest hat unabhängig zu Omega-3-Fettsäure-Präparaten leicht verständliche Informationen zu Anwendungsbereichen und Wirkweisen von EPA und DHA zusammengestellt, die sich zwar auf Fischöl beziehen, aber für das hochwertigere (siehe oben), weil besser bioverfügbare Krillöl in gleichem Maße gelten.

Es gibt zu dem Themenkomplex inzwischen zahlreiche positive und vor allen Dingen unabhängige Studien, daher kann hier nur auf eine kleine Auswahl hingewiesen werden. Im Folgenden werden kurz das Anwendungsgebiet für Krillöl und dann der Titel der Studie samt einer knappen Zusammenfassung aufgeführt; die Studie ist auch entsprechend verlinkt. Bei den Veröffentlichungen in internationalen Wissenschaftsjournalen handelt es sich um englischsprachige Artikel.

Arthritis: Luisa Deutsch, 2006, Evaluation of the Effect of Neptune Krill Oil on Chronic Inflammation and Arthritic: Schmerzen, Versteifungen und Funktionsstörungen von chronisch entzündeten Gelenken konnten durch die Einnahme von Krillöl signifikant verbessert werden.

Herz-Kreislauferkrankungen: Krill oil supplementation lowers serum triglycerides without increasing low-density lipoprotein cholesterol in adults with borderline high or high triglyceride levels: Eine Senkung hoher Triglyceridwerte durch Einnahme von Krillöl und damit des kardiovasculären Risikos konnte in der Studie nachgewiesen werden.

Diabetes und Hyperglykämie: Evaluation of the effects of Neptune Krill Oil on the clinical course of hyperlipidemia: Die Wirksamkeit der Einnahme von Krillöl konnte nachgewiesen werden im Bezug auf eine positive Entwicklung des Blutzuckerspiegels sowie hinsichtlich der Senkung der Blutfettwerte (LDL, HDL und Triglyceride). Krillöl erwies sich dabei wirksamer als beispielsweise Fischöl.

ADS, ADHS: ADHD Study with Superba™ Krill Oil shows significant positive effects: Eine ADHS-Studie mit Krillöl zeigt signifikant positive Effekte bei den Versuchspersonen.

PMS, Dysmenorrhoe: Evaluation of the Effects of Neptune Krill Oil™ on the Management of Premenstrual Syndrome and Dysmenorrhea: Mit hoher Signifikanz kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Krillöl sowohl bei den physischen und psychischen Beschwerden beim PMS wie auch bei Dysmenorrhoe den betroffenen Frauen Erleichterung beziehungsweise eine Verbesserung ihrer Symptome ermöglicht.

Anwendungsbeispiele von Krillöl

Dragees/Tabletten: Die Anwendung ist unkompliziert. Im Gegensatz zu Fischöl verursachen Krillölpräparate nach der Einnahme kein Aufstoßen und keinen fischigen Nachgeschmack. Empfohlen wird – je nach Beschwerdebild – eine Dosis von 300 bis 1.000 mg Krillöl pro Tag. Wie vielen Tabletten dies entspricht, richtet sich je nach Anbieter und Anreicherung im Präparat.

Gegebenenfalls kann eine Wechselwirkung von Krillöl mit blutverdünnenden Mitteln (Marcomar, Acetylsalicylsäure) auftreten. In diesem Fall sollten Anwendung und Dosierung von Krillöl mit dem behandelnden Arzt vor Beginn der Therapie abgesprochen werden. Die Einnahme von Krillöldragees mit etwas Flüssigkeit kann jederzeit erfolgen, ist jedoch wegen seiner fettlöslichen Vitamine am günstigsten im Zusammenhang mit einer leicht fetthaltigen Mahlzeit.

Tabletten ohne Nebenwirkungen

Bei chemisch-synthetisch gewonnen Arzneimitteln riskieren Patienten bei der Einnahme abseits der erwünschten Effekte, dass sich unerwünschte und teilweise gravierende Nebenwirkungen einstellen. Krillöl stellt ein natürlich gewonnenes Nahrungsergänzungsmittel dar, für das – abgesehen von einer Wechselwirkung mit Blutverdünnern - keine solchen Nebenwirkungen bekannt sind, dafür jedoch sind viele positive Wirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung wissenschaftlich dokumentiert.

Ebenfalls keine Nebenwirkungen hat die Herstellung des Krillöls: Die Antarktis ist ein sensibler Lebensraum. Die Fangmenge des Krills dort ist gesetzlich festgelegt und mit 0,03 % so kontingentiert, dass durch die Krillfischerei das empfindliche Ökosystem nicht beeinflusst wird.

Krillöl

Fazit: wissenschaftlich belegte positive Wirkung

Krillöl kann in hohem Maße die Lebensqualität schützen, erhalten und verbessern. Seine Inhaltsstoffe beugen vielen typischen Zivilisationserkrankten vor beziehungsweise lindern deren Symptome und heilen ihre Ursachen. Die positive Wirkung ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien nachgewiesen. Krillöl ist daher als Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert für Menschen mit degenerativen Gelenkerkrankungen wie Arthrose und Arthritis, entzündlichen Gelenkerkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, Herz- und Kreislauf- sowie Gefäßerkrankungen, Beschwerden rund um das weibliche Zyklusgeschehen, Störungen des Fettstoffwechsels mit erhöhten Blutfettwerten, ADS oder ADHS, Übergewicht, Diabetes, Krebserkrankungen, chronischen Magen-Darm-Entzündungen und auch psychischen Störungen. Die zurück gewinnbare Lebensqualität mit Hilfe von Krillöl ist somit insgesamt enorm und nur jeder betroffenen Person zu empfehlen.


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