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Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand
Charles Robert Darwin (1809 – 1882)

Knoblauchöl

Knoblauchöl

Knoblauch ist schon seit vielen Jahren bekannt dafür, dass es das Immunsystem stärkt und eine antibakterielle Eigenschaft hat. Zudem senkt es den Blutfett- und den Cholesterinwert und soll sogar vor Magenkrebs schützen. Der einzige Nachteil von Knoblauch ist allerdings der Geruch, der in unseren Breiten eher als unangenehm gefunden wird. In südlichen Ländern hingegen ist Knoblauch ein tägliches Lebensmittel und nicht nur deshalb sind die Menschen hier wesentlich gesünder. Schon in der Antike wurde der Knoblauch für Heilzwecke verwendet und fand ein sehr breites Anwendungsgebiet.

Herkunft und Herstellung von Knoblauchöl

Knoblauch gibt es schon seit vielen Jahrtausenden und der Ursprung wahrscheinlich in Ägypten, wo er als Grabbeigabe für die Pharaonen diente. Doch auch die Sklaven, die die Pyramide bauten, wurden mit Knoblauch versorgt, da er nicht nur ein Energielieferant, sondern auch Ausdauer und Kraft versprach.

Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. ist der Knoblauch auch in China, Indien und Korea bekannt, wo er vor allem für therapeutische Zwecke genutzt wurde. Auch die Griechen und Römer liebten die Knolle und verzehrten sie vor Wettkämpfen. Selbst der römische Kaiser verschlang ihn, da er angeblich als Gegengift gegen gebräuchliche Gifte wirken solle. Im Mittelalter hingegen wurde der Knoblauch als außergewöhnliche Waffe gegen Krankheiten, Werwölfe, Vampire und Dämonen verzehrt. In der heutigen Zeit allerdings kommt die Knolle wegen des Geschmacks und der Würze zum Einsatz, da Dämonen heutzutage nicht mehr damit bekämpft werden müssen.

Knoblauch enthält ätherische Öle, die voller wichtiger Inhaltsstoffe sind. Da der Anteil aber eher gering ist, müssen etwa 400 kg Knoblauch gepresst werden, um 1 Liter hochwertiges Knoblauchöl zu gewinnen. Hierfür wird in der Regel die Wasserdampfdestillation angewendet. Zuerst wird der Knoblauch gewaschen und zerkleinert. Danach werden die ätherischen Öle mit Wasserdampf von den restlichen Bestandteilen getrennt. Heraus kommt ein hellgelbes bis rötliches reines und hochwertiges Knoblauchöl.

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Knoblauchöl selbst herstellen

Knoblauchöl kann natürlich auch selbst hergestellt werden. Hierzu werden die Knoblauchzehen zerkleinert, in ein Gefäß gegeben und mit einem hochwertigen Pflanzenöl übergossen. Hierfür eignen sich Sonnenblumen-, Raps- oder auch Olivenöl sehr gut. Die Mischung sollte dann ein bis zwei Wochen ziehen und an einem kühlen Ort stehen. Nach Belieben können noch weitere Kräuter oder Gewürze zugegeben werden.

Inhaltsstoffe von Knoblauchöl

Knoblauchöl ist voller wichtiger Inhaltsstoffe, die eine sehr positive Wirkung auf die Gesundheit haben. Vor allem Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine sind im Knoblauchöl enthalten. Dazu zählen beispielsweise Kalium, Kalzium und Magnesium. Zudem sind schwefelhaltige Verbindungen wie auch Alliin und Allicin wichtig. Insbesondere Alliin, eine schwefelhaltige Aminosäure, besitzt eine hervorragende antibiotische Wirkung. Allicin, welches aus Alliin entsteht, ist für den Geruch des Knoblauchs verantwortlich und hat eine zelltötende Wirkung. Wird der Knoblauch und somit Allicin erhitzt, entsteht Ajoen, welches eine antithrombotische Wirkung aufweisen kann. Zudem sind gesättigte und ungesättigte Schwefelverbindungen vorzufinden. Diese wären beispielsweise Diallyldisulfid und Diallyltrisulfid. Weiterhin sind in 100 g Knoblauchöl 86 g ungesättigte Fettsäuren und 14 g gesättigte Fettsäuren.

Wirkung von Knoblauchöl

Schon seit langer Zeit sind die positiven Eigenschaften von Knoblauch bekannt und wurde für vielfältige Beschwerden eingesetzt. Alliin und Allicin stärken das Immunsystem, wirken antibiotisch und töten die unterschiedlichsten Erreger im Magen und Darm ab. Zudem senkt Allicin den Fettanteil, was heißt, dass es bei Arteriosklerose hervorragend zum Einsatz kommen kann. Doch auch Diallyldisulfid ist ein wichtiger Stoff, der den Blutdruck senkt und sich somit auch positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Zudem unterstützt es, ebenso wie Diallyltrisulfid, bei der Entgiftung und soll gegen die Krebsentstehung im Magen vorbeugend wirken.

Somit hat das Knoblauchöl nicht nur eine hervorragende Wirkung auf das Immunsystem, sondern kann auch Herz und Kreislauf stärken. Vor allem die antibakterielle Wirkung kann dabei punkten. Das Knoblauchöl hilft dabei den Blutdruck und den Blutfettspiegel zu senken und kann so maßgeblich zur Gesundhaltung des Körpers beitragen. Daher wird auch von vielen Ärzten empfohlen, täglich Knoblauch zu essen oder Knoblauchöl zu sich zu nehmen, um beispielsweise vor Arteriosklerose vorzubeugen.

Doch auch für Haut und Haare ist Knoblauchöl ein wichtiger Helfer und kann hier wahre Wunder erzielen.

Knoblauchöl für die Haut

Knoblauchöl hat sich vor allem bei Akne sehr bewährt und kann hier effektiv für Linderung sorgen. Nicht umsonst ist in vielen Masken und Pflegeprodukten für Akne Knoblauch oder Knoblauchöl enthalten. Das Knoblauchöl ist aber auch direkt auf der Haut anwendbar. Hierbei kommt vor allem der Wirkstoff Allicin mit seinen Nebenprodukten ins Spiel. Diese bewirken praktisch eine Verjüngungskur für die Hautstruktur und bekämpfen sehr wirkungsvoll Mitesser und Akne. Doch auch gegen Dermatitis ist das Knoblauchöl ein hervorragender Helfer, da es die Durchblutung anregt und Infektionen effektiv bekämpfen kann. Selbst gereizte Haut kann mit Knoblauchöl Linderung erfahren. Zudem wird überschüssiger Talg abgebaut und die Haut kann so wesentlich reiner und straffer wirken. Eine Kombination mit Tonerde und/oder Olivenöl und Knoblauchöl kann sehr hilfreich bei einer Maske für das Gesicht sein.

Knoblauchöl für die Haare

Bei Haarausfall wird schon seit vielen Jahrzehnten Knoblauch empfohlen. Der Verzehr soll dabei von innen heraus helfen, das Haar zu pflegen und die Struktur zu verbessern. Dabei kann das Knoblauchöl ebenfalls hervorragend verwendet werden, wenn es auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Zum einen können, durch die antibakterielle Wirkung, Pilze und Infektionen behandelt sowie vorgebeugt werden und zum anderen regt das Knoblauchöl das Haarwachstum an.

Knoblauchöl für Hunde

Knoblauch wie auch das Knoblauchöl ist sehr umstritten für Hunde. Denn nicht alles, was für den Menschen gut ist, ist auch für das Haustier vorteilhaft. Wer seinem Hund dennoch Knoblauch geben möchte, sollte wissen, dass die Knolle wie auch das Öl in hohen Dosen giftig für den Hund ist und Vergiftungserscheinungen wie Durchfall und Erbrechen hervorrufen kann. Auch werden die roten Blutkörperchen zerstört, was zu einer Anämie führen kann. Aber wie gesagt, hier ist von hohen Dosen, also von etwa 10 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, die Rede. Problemlos sollte es hingegen bei einer Menge von 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes sein. Es wird empfohlen dem Hund – je nach Größe – ein bis zwei Knoblauchzehen pro Woche gegen Parasiten zu verabreichen. Natürlich ist auch hierbei zu beachten, dass jeder Hund anders reagiert. Während der eine Hund keine Probleme mit dem Verzehr von Knoblauch oder Knoblauchöl hat, kann ein anderer Hund schon bei einer kleinen Menge Durchfall bekommen. Hunderassen wie etwa Akita und Shiba Inu sollten auf keinen Fall Knoblauch oder Knoblauchöl bekommen, da sie eine angeborene Abnormalität der roten Blutkörperchen aufweisen und somit sehr sensibel auf Knoblauch reagieren. Eine gute Alternative ist hierbei auch das Kokosöl, welches in gleichem Maße gegen Parasiten wie Würmer, Zecken oder Flöhe wirken soll.

Knoblauchöl als Würze

Als Würze ist Knoblauchöl hervorragend geeignet und ist wesentlich weiter verbreitet als das ätherische Knoblauchöl. Es kann die Speisen auf besondere Weise verfeinern und ist zudem noch äußerst gesund. Das Knoblauchöl eignet sich sehr gut, um Fleisch oder Fisch anzubraten. Außerdem gibt es Salaten das gewisse Etwas und wertete nahezu alle Speisen geschmacklich auf. Auch auf Baguettes kann das Knoblauchöl getröpfelt werden und bietet so eine hervorragende Möglichkeit das Baguette geschmacklich zu etwas Besonderem zu machen.

Studien zu Knoblauchöl

Zu Knoblauchöl selbst gibt es kaum Studien, die von Bedeutung sind. Zu Knoblauch hingegen gibt es zahlreiche Untersuchungen, die die Wirksamkeit dieser hervorragenden Knolle und ihren Inhaltsstoffen belegen.

In dieser Studie, bei der es darum ging, den Effekt von Knoblauch bei Patienten mit Bluthochdruck zu untersuchen, wurde deutlich belegt, dass Knoblauch eine blutdrucksenkende Eigenschaft hat.

Weiterhin konnte in dieser wissenschaftlichen Untersuchung bewiesen werden, dass Knoblauch für bessere Cholesterin- und Blutfettwerte verantwortlich ist.

Hier noch eine besonders interessante Übersicht über den schwarzen Knoblauch.

Bisher wurden bereits einige Untersuchungen durchgeführt, die belegen sollen, dass Knoblauch das Magenkrebsrisiko senken kann. An Ratten konnten bereits einige Erfolge erzielt werden. Jedoch müssen noch weitere Studien folgen, um diese Wirkung eindeutig zu beweisen.

Nebenwirkungen, Einnahme und Dosierung von Knoblauchöl

Bei Knoblauch und Knoblauchöl gibt es keine Vorschrift, wie es dosiert werden sollte. Dies liegt ganz alleine am geschmacklichen Empfinden. Natürlich kann es bei übermäßigem Konsum zu Magenverstimmungen kommen, von dem Geruch ganz zu schweigen. Knoblauchöl hat aber keine Nebenwirkungen, wenn es in Maßen verzehrt wird.

In der Regel sollte pro Tag eine Knoblauchzehe verzehrt werden, um eine gesundheitsfördernde Wirkung zu erzielen. Knoblauchöl hingegen kann zum Braten und Kochen wie auch in Salaten verwendet werden. Auch auf Baguette kann es hervorragend als Einnahmequelle dienen.

Beim ätherischen Knoblauchöl hingegen sollten wenige Tropfen pro Tag ausreichen. Durch die hohe Dosierung kann es hier schneller zu einer Überdosierung kommen.

Kapseln hängen von der Dosierung ab. Hierbei sollte die Packungsbeilage beachtet werden.

Knoblauchöl kaufen

Wer Knoblauchöl kaufen möchte, sollte vor allem auf die Farbe des Öls achten. Ein hochwertiges, reines Knoblauchöl hat eine hellgelbe bis rötliche Farbe. Auch auf eine hochwertige Bio Qualität sollte wert gelegt werden.

Meist wird in den Geschäften wie auch im Online Handel das günstigere Knoblauchöl angeboten, welches für die Küche hervorragend geeignet ist. Besonders beliebt sind dabei Knoblauchöle, die mit Olivenöl aufgegossen wurden.

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Fazit

Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, sollte auf das Knoblauchöl nicht verzichten. Zum einen gibt es den Speisen eine feine Würzung und zum anderen wirkt es sich positiv auf den gesamten Organismus aus. Es stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern auch das Herz-Kreislauf-System. Zudem wird angenommen, dass Knoblauchöl das Magenkrebsrisiko verringern kann. Doch auch die Blutfettwerte sowie der Cholesterinwert kann durch den Verzehr von Knoblauchöl gesenkt werden, was dann wiederum vor Arteriosklerose und Herzerkrankungen schützen kann.

Selbst für Haut und Haar ist das Knoblauchöl ein wichtiger Helfer. Akne und Mitesser können durch die antibakterielle Wirkung effektiv gelindert werden und die Vitamine, Spurenelemente und Mineralien sind ein wahrer Jungbrunnen für die Haut. Haarausfall kann vermindert werden und durch die Einnahme wie auch die äußerliche Anwendung kann das Knoblauchöl so hervorragend wirken.  

Dass Knoblauch so gesund ist, zeigt sich auch daran, dass die in Südeuropa die Menschen wesentlich gesünder sind und eine höhere Lebenserwartung haben. Hier stehen Knoblauch und Olivenöl auf dem täglichen Speiseplan.

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